frühe filme von frauen

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„frauenfilm“ ist eine bezeichung, die selbst ins museum gehört – d.h. in einem kontext steht – der heute nicht mehr unbedingt bekannt ist – und vermittlung braucht. ende der 70er / anfang der 80er jahre begann sich dieser begriffals genre durchzusetzen – was gleich beides war: ein gewinn und ein verlust. zum einen gab es eine neue kategorie in der filme von frauen für frauen gefunden werden konnten – so wurde in katalogen und festivals und artikeln filme vorgestellt und besprochen, die für frauen relevante themen, feministische inhalte und bisher so nicht erzählte geschichte(n) boten. um diese filme sehen zu können bildeten sich überall „frauenfilmgruppen“ – die lose miteinander vernetzt waren.
in dieser zeit entstanden auch filmverleihe, die ausschliesslich filme von regisseurinnen präsentierten – in deutschland gab es für kurze zeit den „chaos-filmverleih“ von hildegard westbeld, die auch offen war für die neuen möglichkeiten die das medieum video darstellte. auf der anderen seite war „frauenfilm“ auch eine diffuse schublade in der sich viele regisseurinnen nicht ernst genommen und so unwohl fühlten, dass sie sich davon distanzierten. auch dem medium „video“ gegenüber waren die frühen filmemacherinnen in der mehrzahl sehr skeptisch. das metier des filmemachens erforderte eine komplexe ausbildung – und versprach eine berufsperspektive, d.h die möglichkeit davon zu leben. die im verhältnis zur filmproduktion schnell gemachten videos erschienen als vorboten einer neuen medienwelt, die sich ganz anders verstand.1979 – im selben jahr wie auch bildwechsel – wurde der verband der filmemacherinnen gegründet – der 1984 ein „frauenfilmhandbuch“ herausgab. mit diesem dicken ringbuchorder entstand „ eine genaue auflistung aller in der brd und westberlin arbeitenden filmemacherinnen und regisseurinnen, einschliesslich der nachkriegszeit von 1945 – 49 „ als „nachschlagewerk über die gesame frauenfilmproduktion“.
video, s-8 und auschliessliche produktionen für das fernsehen wurden darin nicht aufgenommen – aber für bildwechsel wurde eine ausnahme gemacht:
„ wir haben einige grenzfälle aufgenommen, wie z.b. den einzigen frauenmedienladen „bildwechsel“, der seit über 5 jahren eigenständig videofilme produziert und verleiht sowie ein archiv von kinofilmen auf video aufbaut“.die rede ist vom „frauenfilmarchiv“ – eine der ersten spezial-sammlungen in der videokollektion. hier wollte bildwechsel auf video überspielte filme internationaler filmemacherinnen sammeln – in enger zusammenarbeit mit dem verband der filmemacherinnen. die sammlung wuchs – aber es gab von vielen regisseurinnen vorbehalte gegenüber dem ort und die „videofrauen“ – deshalb übergab bildwechsel wir die sammlung später an den verband der filmemacherinnen und sie fand einen platz im hamburger filmbüro und wurde dann eigenständig durch zwei nacheinander gegründete vereine betreut und ausgebaut um dann 2004 wieder in die archive von bildwechsel zurückzukommen.
hier finden sich nun videokopien vieler der filme, die für die anfänge des frauenfilms in deutschland wichtig waren – allerdings überwiegend auf veralteten videosystemem und damit als aufgabe zur wartung und digitalisierung durch das videomuseum.
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